Buch von Lindisfarne
In der ältesten Evangelienübersetzung aus dem Lateinischen ins Altenglische verschmelzen mediterrane und keltische Einflüsse zu einem Formenreichtum, der das Fundament für die weitere abendländische Kunstentwicklung darstellte.
In der ältesten Evangelienübersetzung aus dem Lateinischen ins Altenglische verschmelzen mediterrane und keltische Einflüsse zu einem Formenreichtum, der das Fundament für die weitere abendländische Kunstentwicklung darstellte.
Die Kombination von Dyptichon und Andachtsbuch ist einzigartig in der Kunstgeschichte. Die Auswahl der Gebetstexte und der Miniaturen des Dyptichons geben dem Werk, das um 1430 entstand, einen privaten Charakter, durch den die Persönlichkeit des Herzogs Philipp der Gute von Burgund lebendig wird.
Als dritter Teil der umfassenden Berner Stadtchronik entstand die Burgunderchronik um 1480 und ist die bedeutendste Quelle zu den Burgunderkriegen. Besonders reizvoll erzählen die Miniaturen detailreich von Belagerungen, Gefechten und dem Lagerleben.
Ein Dokument des Umbruchs: Die Konzentration auf die Davidsgeschichte beschwört die Bußfrömmigkeit des Mittelalters, während die Sinnenfreude der Renaissance in fulminant bunten Modeabbildungen vorgeführt wird.
Um 1300 in der ostenglischen Abtei Peterborough entstanden, ist dieses Bestiarium eine der am kostbarsten ausgestatteten Handschriften dieser Gattung. Über 100 Miniaturen auf Goldgrund oder im Goldrahmen zeigen die damalige Tierwelt und auch Fabeltiere wie Einhorn oder Phönix.
Das letzte und künstlerisch wertvollste Werk Schillings entstand als privates Auftragswerk für einen Berner Beamten und behandelt die Chronik der Stadt Bern von ihren Anfängen bis ins Jahr 1465. Der einzigartige Bilderschmuck in schwungvollen Federzeichnungen zeugt von der gestalterischen und erzählerischen Kraft des Buchmalers.
Das Turiner Gebetbuch war der dritte Teil der ursprünglichen Einheit der Très Belles Heures des Herzogs von Berry. 1720 verbrannte es bis auf vier besonders prachtvolle Blätter, die heute im Louvre liegen.
Der berühmteste Buchmaler seiner Zeit schuf im 16. Jahrhundert mit dem Stundenbuch eines der schönsten Werke der Buchmalerei. Die einmalige Vielfalt und Farbenpracht des lockeren Streumusters von Blumen und Tieren sowie die unterschiedlichsten Formen der Seitengestaltung zeugen von der Kunstfertigkeit des Meisters.
Auf der Reichenau im 10. Jahrhundert im Auftrag des Erzbischofs Egbert von Trier entstanden, ist das Evangelistar der älteste Bilderzyklus zum Leben Jesu in der Geschichte der Buchmalerei. Die große erzählerische Kraft der Bilder zieht auch heute noch den Betrachter in ihren Bann.
Als eines der wertvollsten Stundenbücher des frühen 16. Jahrhunderts sollte es zur Erziehung der jungen Königstochter in religiösen Dingen dienen. Als die Inquisition Renées Bücher verbrannte, blieb es verschont, doch seit 1994 ist die Handschrift nach einem Diebstahl verschwunden.